Mittwoch, 20. August 2025

Hütenzauber (Post 4)

Guten Morgen Tag 3!


In der ersten Nacht waren wir zu zwölft auf der Terrasse zum Schlafen – heute waren es schon 24 – deshalb hat es auch lange gedauert bis endlich Ruhe war – daran waren natürlich die Kinder schuld - aber natürlich auch wir Erwachsene haben es geschafft, als endlich Ruhe war, mit einem 5-Buchstaben-Wort wieder für 5 Minuten Rabatz zu machen, weil die Kinder sofort eingestiegen sind – eng wars aber ich habe sehr gut geschlafen und bin erst aufgewacht, als die liebe Sonja ,die mich jeden Morgen weckt, schon ganz draußen war – unser Freund, der Baum  stand noch so wie gestern Abend – damit Georg mit dem Bus den Berg runter konnte haben Bert und ich mit Leiter, Säge und Geduld alles weggemacht um eine alte Volksbankwerbung zu realisieren – wir machen den Weg frei – die Kinder haben ihr Frühstück in Eigenregie gemanagt – nur Brot – keine Brötchen – der Weg war zum Brötchen holen noch nicht frei.


Heute erwarten wir ein paar Wanderer und Biker mehr als gestern – außerdem kommen die Zugspitzler und die IGS-letix Kinder - kommen mit ihren Lehrern und Betreuern zu uns – wir besprechen die Aufgaben für drinnen und draußen – Wege räumen – Regenrinne säubern – Toilette – Bad – Küche – Theke – Baum entsorgen – jeder findet seinen Platz – auch die Jogginghose – ich nehme es vorweg - heute war dein bester Tag bisher – das freut mich sehr mein Lieber.


Heute bieten wir alle Hüttenessen an, die wir auch am Sonntag raushauen müssen, wenn Pälzerwaldtag ist – zusätzlich gibt es draußen an der Station noch Käsespätzle und Pizza – Tick und Trick haben gestern schon selbst gemerkt, dass zu viele Fehlpizzen aus dem Ofen kamen und haben sich für heute auf zwei Sorten geeinigt – Salami und Margherita – hat geklappt – von den 36 gerollten Teigen kamen keine zurück und nur drei haben Stiftung Warentest nicht bestanden  – sehr geil – Hanni und Nanni perfekt an de Spätzle - Bindehaut und das Nagelstudio wieder souverän an der Kasse – die andere Kasse in der Hütte wurde vom singenden Spülschwamm zusammen mit Basecap und Shadow in aller Ruhe und mit großer Freundlichkeit gewuppt – in der Küche starte ich mit HuiBuh – Fläschknepp mit Meerrettich heute zum ersten Mal richtig auf der Karte – Subb mit Worschd gibt ach und geht tatsächlich als erste Mahlzeit um halb elf raus – parallel zu unserer Arbeit am Herd backen die Weltraumhündin, Bindehaut und später Nagelstudio Kuchen und Muffins – mit Mama Ludwig stößt später eine weitere Dame hinzu – die Backwaren schmecken nach dem Verlassen unseres HighendBackofens alle sehr lecker – aber die Konsistenz von zwei der drei Kuchen lässt einen regulären 2Euro50 Verkauf nicht zu – den Gästen ist es egal – Geschmack siegt und die Kasse freut sich – Apfelstreußel mit top Geschmack – Browniekuchen mit top Geschmack – Zitronenkuchen mit top Geschmack und top Optik – gut Mädels – Spüldienst ist belegt mit dem Wackelknie und shadow – es läuft rund in der Küche und an der Theke – obwohl der Platz durch die vielen unterschiedlichen Aktionen schon sehr begrenzt ist – von draußen bekomme ich gar nix mit – leider - irgendwann kommt Bert rein und sagt, dass sowohl Pizza, wie auch Käsespätzle ausverkauft sind – guter Job.


Der Arbeiter, die Hauptstadt Bulgariens und der stille Folger haben sich heute Morgen direkt zum Dienst an der Säge und der Schere gemeldet – sie machen den gefällten Baum klein und trennen dicke und dünne Äste sauber auf unterschiedliche Haufen - ihr drei seid toll und werdet immer offener und freundlicher.

Unser Geburtstagskind hat schon zum Frühstück einen Geburtstagskuchen von White Toes und der Weltraumhündin bekommen – schön wer solche Freundinnen hat – jetzt (16 Uhr) kommt die Familie mit Ludwig und belegt einen Tisch zum Erzählen – sie lassen sich Zeit und genießen unser Bergidyll.


Wir haben Besuch von unserer Bloggerin und berichten aus unserer Sicht wie es uns geht – Denise gefällt unsere Herausforderung und sie geht zufrieden bergab.


Jetzt leert sich die Terrasse langsam und nur noch Tricks Opa hält durch – Trick erzählt ihm von seinem mental breakdown mit Tick im Mercedes auf dem Spielplatz – das verstehe wer will – ich nit – Nagelstudio und Bindehaut bekommen Besuch vom Duo Infernale – heiße gesellen – „ich stopp se selwer do isses billicher“ – unglaublich.


Noch ne doofe Geschichte, die im letzten Jahr geschlechtertechnisch genau umgekehrt passiert ist – die Jungs sind zu weit in der Dusche – mit Unterhosen – abgeschlossen – zwei Mädels machen von außen auf und glotzen rein – lustig? – nein – die Jungs findens richtig kacke und reden mit Georg – die Mädels versuchen es wegzugrinsen – aber es gelingt nicht – kurzes Gespräch – hoffentlich fruchtbar.


Essen rum – lecker gegrillt – Kinder schnell in alle Richtungen weg – Niklas kickt – Kaspar, du fehlst – fährst einfach mit Georg weg und kommst nicht zurück – 

Hoffentlich bald!


Ohne Ansage finden sich Freiwillige (Basecap, HuiBuh, Sinning Sponge, Shadow), die sich mit lauter Musik in die Küche begeben und dort klar Schiff machen – am dritten Tag – drei davon waren am ersten Tag noch in ihren Einzelzellen isoliert und jetzt polieren sie und machen den Dreck der anderen weg – das ist Heraus-forderung! 

Nicht am ersten Tag schon das Nachwort schreiben und alle nach den ersten Eindrücken bewerten – jeder muss die Chance bekommen seinen Charme und seine anderen Seiten aus der Tiefe zu holen – bei manchen dauert es 5 Minuten – andere brauchen ein, zwei, drei vier Tage und manche wollen die Gemeinschaft nur von außen beobachten – alles davon ist ok und wird akzeptiert – es müssen nur die besprochenen Regeln geachtet werden – dann ist alles gut.


Heute war alles gut – bis auf die Duschaktion halt – auch die haben wir mit den Beteiligten besprochen.

Lasst es uns weiter alle gemeinsam probieren - Schrittchen für Schrittchen – bis übernächsten Freitag.

Und wie machen wir es? – wir Erwachsenen? – sind wir zu streng? – zu wenig streng? – ist die Leine zu kurz oder zu lang? – diese Frage lassen wir uns nach dem Tagebuch von den Kindern beantworten – denn für die Kinder machen dieses Projekt und nur sie können dafür sorgen, dass wir besser werden – morgen, übermorgen und in den kommenden Jahren, wenn wir mit ganz anderen Kindern unsere Herausforderungen angehen – ihr Lieben – sagt es uns -alles – wir könnens ertragen.


Gute Nacht Tag 3!



































































































Anmerkung von Karla Kolumna (alias Denise) 😅

Nachdem ich die ersten beiden Posts gelesen habe, fragte ich Georg und Marcus, ob ich sie besuchen kommen darf. Gesagt getan, ich habe mich auf die Reise gemacht und bin nicht wie Karla Kolumna auf meinem Roller zur Hütte gerast, sondern gewandert. Wohlgemerkt, war das meine erste Wanderung im Pfälzer Wald, obwohl ich schon über vier Jahre in der Pfalz lebe… Aber ich bin sehr froh, dass ich diese Gruppe besucht habe, die Aussicht war fantastisch und der Zitronenkuchen war sehr lecker 😋.

Oben angekommen, gab es erstmal eine Traubenschorle für mich und gute Gespräche mit den Kindern. Sie berichteten mir von ihren ersten beiden Tagen, den Abläufen und das es ihnen sehr viel Spaß macht. Die Frage, die mich am meisten interessiert hat war, ob sie ihr Handy vermissen. Die Antwort überraschte mich nicht, vor allem nachdem ich schon so viele Berichte (von den anderen HF Gruppen) gelesen habe. Der erste Tag ohne Handy war schwer, aber jetzt, an Tag 3 fehlt es nicht mehr.

Im Anschluss sprach ich mit einem Vater über den Blog und bin froh, dass er bei den Eltern so gut ankommt und eine Hilfe ist, die Reise der Kinder zu begleiten.

Zum Abschluss noch ein Gespräch mit Marcus und Georg und ich bin zufrieden wieder zu meinem Auto gewandert. Habt noch eine tolle HF und ganz viel Spaß!




















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